Kamine, dabei denkt man an Gemütlichkeit, knisterndes Holz und behagliche Wärme. Gerade wenn der Winter kommt und man sich wieder mehr in die eigenen vier Wände zurückzieht, ist ein Kamin ein kleiner Luxus. Kommt man mit kalten Füßen nach Hause, wärmt man sich gemütlich am Kamin wieder auf, vielleicht mit einer Tasse heißer Schokolade – das ist perfekte Winter- Idylle.
Einfache Anschaffung
Die wohl stylischste Form des Kamins ist der Naturstein. Geeignet ist dieser nicht nur für den Innenbereich sondern auch für draußen. Beispielsweise am Balkon ist ein Naturstein- Kamin besonders praktisch – für gemütliches Draußen Sitzen bei herbstlichen Temperaturen oder in kühleren Sommer- Nächten. Auch wenn Raucher im Winter die Nicht- Raucherwohnung für eine Zigarette zwischendurch verlassen müssen, werden sie sich über eine Wärmequelle am Balkon oder im Garten sehr freuen.
Aber einmal auf Anfang – was ist ein Naturstein- Kamin überhaupt und wie funktioniert er? Ein Naturstein- Kamin hat eine sehr klare Optik, weswegen er auch sehr gut für modern eingerichtete Wohnungen geeignet ist, in die ein Kachelofen nicht so gut passen würde. Es handelt sich um einen großen Stein (auch kleinere sind zu haben), bei dem oben Flammen zu sehen sind. Das ist schon die ganze Geschichte. Innen ist der Stein ausgehöhlt, also ein Teil des Stein- Innerens entfernt um dem Brenneinsatz Platz zu machen. In diesem Behälter kommt dann das Bio- Ethanol, welches den Stein zum Brennen bringt. Auf der Unterseite des Steins wird eine Korkschicht angebracht, damit der Stein auch auf Parkettboden stehen kann, ohne Schaden anzurichten.
Das praktisch daran ist, dass der Stein, wenn er einmal besorgt ist, hingestellt werden kann, wo man das gerade möchte. Nichts muss verlegt werden, weder Rohre noch Kabel.
Ein großer Stein kann ein Wohnzimmer so beheizen, dass keine zusätzliche Heizung mehr nötig ist. Die Beheizung durch den Naturstein kostet ungefähr genauso viel wie durch eine normale Heizung – nur kann man mit einem Naturstein die Gaspreiserhöhung etwas gelassener sehen.
Individueller Kamin
Besonders nett ist auch die Möglichkeit, einen eigenen Stein zum Kamin umzuwandeln. Hat man am eigenen Grundstück große „Hinkelsteine“, so kann man diese zum Naturstein- Kamin umbauen lassen. Die Kosten dafür sind ungefähr gleich, wie wenn man sich einen „fremden“ Stein anschafft, denn was man bezahlt sind die Kosten für die Bohrung. Je nach Wunsch und Stein kann man sich für ein oder mehrere Brennlöcher entscheiden. Auch muss der Stein so zu geschnitten werden, dass er stabil steht. Stein zu schneiden ist natürlich eine kostspielige Angelegenheit, denn um das extrem harte Material schneiden zu können, benötigt man besondere Sägeblätter, in die ganz kleine, schwarze Industriediamanten eingearbeitet sind. Das Sägen selbst dauert bei einem mittelgroßen Stein etwa eine halbe Stunde, da nur ganz langsam gesägt werden kann. Dabei muss das Sägeblatt auch ständig mit Wasser gekühlt werden. Hergestellt werden Natursteine nur von einem einzigen Anbieter in Deutschland – dieser ist aber auch für individuelle Wünsche offen.